Lesung mit Claudia Praxmayer im Rahmen von LesArt

Wie jedes Jahr nehmen sowohl die Berufsoberschule (BOS) als auch die Wirtschaftsschule die Möglichkeit wahr, im Rahmen des alljährlichen Lese-Festivals „LesArt“ an einer Lesung in der Stadtbibliothek teilzunehmen. In diesem Jahr erlebten sie die Thriller-Autorin Claudia Praxmayer, die ihren neuesten Thriller „Bienenkönigin“ sowohl den BOS-Klassen als auch den Abschlussklassen der Wirtschaftsschule vorstellte. Dabei führte sie zunächst ihre junge Zuhörerschaft mit dem ersten Kapitel in die Thematik des Bienenlebens und die Bedeutung eines Bienenstocks ein. Sie erzählte von einem Brief, den die Großmutter an die Titelfigur Mel geschrieben hatte und ihr darin erklärte, dass Bienen diese als Kleinkind umschwärmten, aber sie nicht bedrohten, denn: „Du bist besonders, Mel, das wirst du im Laufe deines Lebens herausfinden. Die Bienen haben an diesem Tag davon gesungen, und ich bin sicher, dass auch du es gespürt hast, obwohl du noch so klein warst.“ So kommt es, dass die 19-jährige Mel eine Bienenbeauftragte in San Francisco wird. Sie lebt in einer alten Villa, zu der ein Garten mit einem Bienenstock gehört. Eines Tages erlebt sie die Bienen aus unerfindlichen Gründen in panischem Aufruhr. Der Grund war eine nachtschwarze, metallisch schimmernde Drohne, die einer Biene täuschend echt nachempfunden war und die diesen Bienenstock schon mehrfach attackiert hatte. Hintergrund dieser Geschichte war das Bienensterben von 2009/10 in den USA. Damit machte die Autorin deutlich, dass ihr die Natur und vor allem die Insekten sehr am Herzen lagen. Dies war kein Wunder, denn Claudia Praxmayer studierte einst Biologie. Zu ihrer Biographie gehört, dass sie in München als selbstständige PR-Beraterin und Autorin mit dem Schwerpunkt Medizin und  Naturwissenschaft arbeitet. So erzählte sie, dass sie in diesem Bereich bereits mehrere Ratgeber und Sachbücher veröffentlicht habe. Zusätzlich engagiere sie sich als aktives Mitglied des NABU Deutschland ehrenamtlich im Bereich Artenschutz, wobei sie sich für bedrohte Tierarten einsetze. Das Besondere dieser Lesung bestand darin, dass die Autorin nicht nur Auszüge aus ihrem Roman, ihrer Arbeit als Autorin gab, sondern darüber hinaus wertvolle Informationen zum Leben von Bienen vermittelte. So erläuterte sie den Unterschied von Honigbienen, die im Gegensatz zu Wildbienen einen Imker hätten. Gerade die Wildbienen, von denen es in Deutschland an die 560 Arten gebe, müssten mit den weitverbreiteten Mono-Kulturen, dem hohen Pestizid-Gebrauch sowie der Flächenversiegelung leben. Diese Problematik bildete den Stoff zu diesem Thriller, dessen Auszüge  spannend und das sympathische Gespräch mit Claudia Praxmayer zudem lehrreich für die Schülerinnen und Schüler gewesen war.  (T+B: U. Kaiser-Biburger)

LesArt Praxmeyer