Erdkunde/Sozialkunde

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Fachprofil Erdkunde

Das Fach Erdkunde baut auf dem Erdkundeunterricht der Mittelschule auf, der in den Jahrgangsstufen 5 und 6 im Wesentlichen die Themenbereiche „Die Erde auf einen Blick“, „Region und Umwelt“, „Bayern“ und „Stadt und Land“ behandelt. Zwei einführende Lerngebiete befassen sich mit „Arbeitstechniken“ sowie „Klima“ (7. Jgst.). Ausgehend von Deutschland werden Europa (8. Jahrgangsstufe) und bedeutende außereuropäische Wirtschaftsräume (9. Jahrgangsstufe) betrachtet. Neben Orientierungs­wissen wird ein Überblick über die Vielfalt der Raumstruktu­ren unseres Kontinents erarbeitet. Viele der drängenden Gegenwartspro­bleme sind im nationalstaatlichen Rahmen nicht mehr zu lösen. Das Verständnis für europäische Zusammenhänge, Zusammenarbeit und Integration ist deshalb eine zukunftsorientierte Notwendigkeit. Ziel ist es, ein europäisches Bewusstsein und das Verständnis für Globalisierungsprobleme zu wecken. Durch geeignete Unterrichtsgänge, zum Beispiel bei Hofbesichtigungen landwirtschaftlicher Betriebe im Heimatraum, soll ein Einblick in regionale Vermarktungsstrukturen gelingen.

sozialkunde

Fachprofil Sozialkunde

Zum Selbstverständnis des Faches: Die Jugend in der Bundesrepublik Deutschland ist aufgewachsen in einer Zeit, in der die mittelbare und unmittelbare Erfahrung mit Rechts- und Linksdiktaturen ins Reich der Geschichte gerückt ist. Die Möglichkeiten zur individuellen Lebensgestaltung, Selbstbestimmung und damit die Wahrnehmung demokratischer Rechte erscheinen als selbstverständlich. Demokratie als Basis des Zusammenlebens zivilisierter Menschen ist aber nichts Selbstverständliches, sondern muss in jeder Generation wieder neu erlernt werden. Allerdings bilden sich angesichts individueller Unsicherheiten, angesichts des wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Wandels, angesichts weltweiter Krisen und Bedrohungen immer wieder demokratiefeindliche Einstellungen und Bewegungen heraus. Diese können nur durch mündige Bürger abgewehrt werden, die die demokratischen Errungenschaften zu schätzen gelernt haben, die Selbstbestimmung mit sozialer Verantwortung zu verbinden. Und vor allem die sich bewusst sind, dass Toleranz und Kompromissfähigkeit als Basistugenden aus dem politischen Prozess nicht wegzudenken sind. Ebenso gehören die Beachtung der Menschenrechte dazu wie auch die Orientierung an der wirtschaftlichen und ökologischen Nachhaltigkeit, einschließlich der globalen Verantwortung. Die Schülerinnen und Schüler der Wirtschaftsschule sollen im Sozialkunde-Unterricht ein stabiles Fundament an Wertorientierungen und Kompetenzen erhalten, um ihren kommenden Lebensabschnitt im beruflichen Leben in verantwortlicher Weise bewältigen zu können. Sie sollen wissen, dass sie Teil der europäischen Wirtschafts- und Wertegemeinschaft sind und  durch die Schulausbildung befähigt werden, auch verantwortungsbewusst zu handeln.

Ziele des Sozialkunde-Unterrichts: Der Unterricht  in dem einstündigem Fach der Jahrgangsstufen 9/Z10 und 10/Z11 besteht deshalb nicht nur aus einer Vermittlung von Wissen über die Grundlagen des politischen Systems, der Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt, sondern auch in einer Förderung von Kompetenzen, die die Heranwachsenden in die Lage versetzen, als mündige Staatsbürger in unterschiedlichsten Lebenssituationen zu erweisen. Dazu gehört die Ausbildung politischer Urteilsfähigkeit. Diese erlangen die Schülerinnen und Schüler allerdings erst, nachdem sie die politischen Strukturen, Prozesse, Ereignisse, Probleme und Kontroversen kennen gelernt und analysiert haben. So stehen in der Jahrgangsstufe 9 und der Klasse Z10 der gesellschaftliche Wandel im Mittelpunkt, um am Beispiel der Familie, der kulturellen Vielfalt, der Alterstrukturen oder die soziale Ungleichheit, die gesellschaftliche Situation oder Gegenwart und deren Bedingungen beurteilen zu können.