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Das inszenierte Portrait

Portraits sind in Moment das Thema in der siebten Klasse. Wie gut, dass gerade zu diesem Thema auch eine Ausstellung in Kunsthalle und Kunsthaus in Nürnberg zu sehen ist. Dort fanden sich die Schülerinnen und Schüler der V7A mit ihrer Kunstlehrerin Frau Boas vor dem Eingangsbereich ein und konnten zunächst eine neben die Eingangstüre gesprayte Banane des berühmten Graffitikünstlers Thomas Baumgärtel entdecken. Er wird daher auch Bananensprayer genannt. Jedes Mal weiß man nun, dass in einem so gekennzeichneten Gebäude Kunst zu entdecken ist.

Eine Mitarbeiterin des KPZ führte die Klasse nun durch die sehr umfangreiche Ausstellung von Fotografien und berichtete zunächst davon, dass hier auf 1000 m² Werke von 43 Fotografen ausgestellt sind.

Es gab die Inszenierung von Berufsporträts oder Freunden der Fotografen zu entdecken, die direkt in die Kamera schauen. Oder eine Serie, in der die Fotografin in die Kleider ihrer Mutter schlüpft und sich dann in deren typischen Posen zum Beispiel beim Wäsche aufhängen oder am Herd ablichten ließ.

Besonderes Interesse bei den Schülern weckten die Porträts von Punks, die nie in die Kamera schauten, sondern immer nach links oder rechts. Ihre Fotos sind eindrucksvoll auf schwarzem Hintergrund in Szene gesetzt. Sie sind alle als eine Gruppe mit gemeinsamen Kennzeichen zu erkennen, aber nur aus  den begleitenden Erläuterungen konnten die Schüler entnehmen, dass hier Fotos in der ganzen Welt gemacht wurden. Das ist auch ein Aspekt der Globalisierung.

Auch Fotos von bekannten Persönlichkeiten wurden betrachtet, analysiert und danach als Selbstversuch nachgestellt und in dieser Pose wieder fotografiert. Gar nicht so einfach, die genaue Pose zu finden, aber Spaß hat es gemacht und die Erkenntnis, dass jedem Portrait ein Gedanke, eine bewusste Inszenierung des Fotografen innewohnt, nehmen die Schülerinnen und Schüler mit nach Hause. (Text u. Fotos: A. Boas)

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